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Schreibwoche / Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten 2013

1 Mrz

Schreibwoche

Wo? Campus Westend, IG-Farben-Hauptgebäude, Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften, Q1

Für die lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten am 7. März 2013 melden Sie sich bitte mit Namen und Matrikelnummer unter katinalinguri@stud.uni-frankfurt.de an. Für sämtliche Workshops (04.-07. März) müssen Sie sich NICHT anmelden. Kommen Sie einfach vorbei!

Montag (4. März), Dienstag (5. März) und Mittwoch (6. März) | täglich um 16h im Bibliotheksraum Q1, 6.115

  • Einschreibübung
  • Individuelle Arbeit an Schreibarbeiten
  • Studentische Schreibberatung

Kurzworkshops (Räume auch an der Infotheke der Bibliothek, Q1, 3. Stock)

  • Montag (4. März | 16-17h): Citavi-Literaturverwaltungsprogramm (Leonardo Dalessandro), IG-Hochhaus – IG 3.201 (Seminarraum)
  • Dienstag (5. März | 16-17h): Layout mit Word (Sascha Dieter), IG-Hochhaus – IG 3.201 (Seminarraum)
  • Mittwoch (6. März | 16-17h): Zeitmanagement (Katina Linguri und Lisa Stehr), IG-Hochhaus – IG 3.201 (Seminarraum)

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Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten

Wo? Campus Westend, IG-Farben-Hauptgebäude, Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften, Q1, 3. Stock

Wann? 7. März, ab 20h bis zum Morgengrauen

Für die lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten am 7. März 2013 melden Sie sich bitte mit Namen und Matrikelnummer unter katinalinguri@stud.uni-frankfurt.de an.

Workshops am 7. März

  • 21 Uhr: Recherchieren in den Geisteswissenschaften (Tine Lenger)
  • 21 Uhr: Recherchieren in den Geisteswissenschaften (N.N.)
  • 21 Uhr: Word & Zitieren (Mirjam Steinebach, Sascha Dieter)
  • 24 Uhr: Schreibtisch-Yoga (Mirjam Steinebach, Viola Goldschmidt)
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Akademischer Schreibmonat – Academic Writing Month 1.-30. November 2012

23 Okt

Herzlich Willkommen zum ersten Frankfurter Akademischen Schreibmonat!

Was/what:      Akademischer Schreibmonat – Academic Writing Month

Wann/when:   1.-30. November 2012

Wo/where:     Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften, Q1, Gruppenarbeitsraum 6. OG und überall / Library of the Humanities at Frankfurt’s Goethe-University and anywhere

Wenn sie teilnehmen möchten, tragen Sie sich bitte auf der offiziellen Tabelle des Academic Writing Month (AcWriMo) ein, auf dem Sie Ihr Schreibziel und Ihren Fortschritt vermerken und mit den anderen Teilnehmenden vergleichen können. Ihr Vorname oder ein Pseudonym reichen, ein Twitteraccount ist hilfreich, wenn Sie sich zwischendurch an Diskussionen beteiligen und mehr von anderen Schreibenden erfahren möchten – er ist aber nicht zwingend notwendig für eine Teilnahme am Schreibmonat!

If you would like to participate, please use the the official Academic Writing Month spread sheet where you can record the amount of words you have produced and see how the other participants are doing. First names or pseudonyms are sufficient. You can also use or get a Twitter account in order to take part in some more detailed discussions and hear about the other participants‘ doing but it is not an obligatory thing to do.

Hier die einfachen Regeln für den Schreibmonat:

  1. Entscheiden Sie sich für eine bestimmte Anzahl von Wörtern, die Sie während des Schreibmonats bzw. an den Tagen, die Sie an Ihrem Projekt arbeiten, schreiben wollen. Nehmen Sie sich dabei ruhig viel vor: Wenn Sie normalerweise 500 Wörter an einem Tag schreiben, gehen Sie auf 600 – Hauptsache, Sie setzen sich ein ehrgeiziges Ziel.
  2. Erklären Sie öffentlich, dass Sie am Schreibmonat teilnehmen möchten; Sie können Ihren persönlichen Twitteraccount (#schreibmonat oder #AcWriMo), die Kommentarfunktion dieses Blogs oder sonstige Orte nutzen, um Ihre Teilnahme bekanntzugeben.
  3. Entwickeln Sie eine Strategie bzw. stellen Sie einen Plan für sich auf, wie Sie Ihr Ziel erreichen wollen (auch hier können Sie sich Unterstützung von uns holen, wenn Sie das möchten).
  4. Diskutieren Sie mit anderen über Ihr Schreiben: auf Twitter, hier, auf jeder anderen Plattform, die Ihnen geeignet erscheint, mit Ihrer Großmutter – Hauptsache, Sie bleiben im Gespräch mit Menschen, denen Ihr Fortkommen am Herzen liegt und die Sie in Ihrem Tun unterstützen.
  5. Lassen Sie nicht nach. Auch wenn es schwerfällt, bleiben Sie dran. Sollten Sie Probleme mit der Motivation haben oder im Schreibprozess festhängen, wenden Sie sich an uns, dann können wir zusammen in einer individuellen Schreibberatung nach Lösungen suchen und Sie erhalten dabei gleich noch praktische Tipps rund um das Thema Schreiben. Sollten Sie nicht in Frankfurt wohnen, können wir eine Online-Schreibberatung via Google+ Hangout machen.
  6. Machen Sie Ihre Ergebnisse öffentlich – und seien Sie dabei ehrlich! Tragen Sie Ihr Ergebnis auf der Excel-Tabelle ein, zu der Sie den Link erhalten, wenn Sie sich bei unseren Schreib-Tutoren Sascha Dieter oder Leonardo Dalessandro per Mail melden (sdieter[at]stud.uni-frankfurt.de oder l.dalessandro[at]stud.uni-frankfurt.de). Oder benutzen Sie auch hier den hashtag #schreibmonat bzw. #AcWriMo.

Here are the simple rules for the Academic Writing Month:

  1. Set yourself some crazy goals. If you are used to writing a certain amount per day or hour, try raising that amount a little. Or a lot. See how you fare and hopefully you will see at the end of the month that you can produce a lot more words than you thought was possible.
  2. Publicly declare your participation and goals. Use your personal Twitter account, the commentary section of this blog, or any other place you feel comfortable with. Even if that means telling your grandmother about it (who will keep on asking you how things are going during the next 30 days).
  3. Draft a strategy. This is the crucial part, don’t underestimate the importance of a good strategy of how to reach your goal. Take your calendar and set up specific times when you can write (and where). Stick to that plan even if that means that you have to neglect other activities – it’s only a month.
  4. Discuss what you’re doing. Do it here, on Twitter, on Google+, on Facebook, in the kitchen of your apartment, on the street – it doesn’t matter. Of course we are all interested in hearing how everybody is faring, so tell us how things are going.
  5. Don’t slack off. Yes, writing can be strenous and hard sometimes but it can be fun too. When you go through a phase in which you don’t have enough energy or motivation to continue, don’t hesitate – get in touch with us. We can arrange an individual writing instruction session. If you can not show up in person – which might be the case when you live and write in, say, Sidney – we will be more than happy to set up an online writing instruction session via G+ hangout. Just ask.
  6. Publicly declare your results – and please be honest! Use the excel spread sheet for that (or Twitter). Human beings are curious and competitive – so make use of that trait and compare your results with others. Take advantage of the community and squeeze that extra-bit of energy out of you!

For further information about the Academic Writing Month concept, please go to the PhD2Published page.

Das Lehrlabor

2 Mai

von Stephanie Dreyfürst

Am 25. April 2012 begann im Rahmen des Programms „Starker Start ins Studium“ an der Frankfurter Goethe-Universität  eine Workshopreihe, in der Lehrende geisteswissenschaftlicher Fächer verschiedene Methoden für schreibintensive Lehre kennenlernen können.

Das Programm des Lehrlabors, das im Sommersemester 2012 von meiner Kollegin Nadja Sennewald und mir gestaltet wird, setzt folgende Schwerpunkte:

1.) Methoden schreibintensiver Lehre

2.) Peer facilitated learning

3.) Portfolio in der Lehre

4.) Kollegiales Feedback und Erfahrungsaustausch

Aus den Rückmeldungen, die unsere Kolleginnen und Kollegen an unserem ersten Workshop Ende April gegeben haben, lassen sich einige hilfreiche Schlussfolgerungen ziehen. Viele der genannten Aspekte und Probleme der Studierenden sind aus schreibdidaktischer Sicht durchaus bekannt, dennoch ist das wiederholte Diskutieren über Schreibprobleme und -strategien sowie die damit verbundenen Konsequenzen für die eigene Lehrpraxis in den verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen wichtig und hilfreich:

  • der Umstand, dass die VerfasserInnen von (akademischen) Texten unterschiedlich an eine Schreibaufgabe herangehen und diese mit Hilfe verschiedener Strategien bewältigen, ist als Erkenntnis nicht neu, aber vielleicht durchaus ungewohnt für viele Lehrende; zumindest wenn man diese unterschiedlichen Herangehensweisen als Bereicherung und Möglichkeiten begreift und nicht per se als falsch, wenn sie von der tradierten ‚Norm‘ (erst die Forschungsliteratur lesen, dann Fragestellung entwickeln, dann Gliederung erstellen, am Schluss einen eigenen Text verfassen) abweichen. So sorgt der ursprünglich vom Schreibzentrum der Viadrina-Universität in Frankfurt (Oder) entwickelte Schreibtypentest  (aus: Ulrike Scheuermann: Die Schreibfitness-Mappe. 60 Checklisten, Beispiele und Übungen für alle, die beruflich schreiben) stellenweise für erleichtertes und begeistertes Nicken oder – im Falle einiger Gesellschaftswissenschaftler – auch für besorgtes Kopfwiegen. Dass mit der Einteilung in verschiedene Schreibtypen kein Schicksal besiegelt und kein Schreibender abgeurteilt wird, muss vielleicht noch deutlicher hervorgehoben werden.
  • die Anforderung beim akademischen Schreiben, die für Studierende oft am schwersten zu erfüllen ist – nämlich eine gute wissenschaftliche Fragestellung zu entwickeln -, bietet auch in unseren Workshops für Lehrende viel Raum für Diskussion und Nachfragen. Praktische Übungen zur Themaeingrenzung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Fragestellung helfen hier weiter; auch für die ‚Standardsituation‘ Sprechstunde können einige unserer Arbeitsblätter Hilfestellung leisten, indem sie Ratsuchende dazu animieren, ihr Erkenntnisinteresse präziser zu formulieren und sich auf eine bestimmte Fragestellung festzulegen.
  • Schreibübungen wie das Freewriting oder das Clustering, die nur wenig Seminarzeit in Anspruch nehmen und kaum Aufwand erfordern, finden nicht bei allen Lehrenden den gleichen Anklang. Auch hier scheinen das eigene, seit Jahren erprobte Vorgehen bzw. individuelle Vorlieben oder Abneigungen gegen bestimmte Schreibaktivitäten ausschlaggebend dafür zu sein, ob eine bestimmte Übung als sinnvoll für die eigene Lehre angesehen wird. Eine Konsequenz aus den Workshops, die meine Kollegin und ich bisher zusammen gehalten haben, lautet deswegen, dass wir den Aspekt der Diversität noch stärker betonen müssen. Selbst wenn mir als Lehrender/m eine bestimmte Schreibübung nicht gefällt oder nur wenig Erkenntnisgewinn zu versprechen scheint, muss das nicht bedeuten, dass dies für meine Studierenden (Stichwort unterschiedliche Schreibtypen) ebenso der Fall ist. Eine ‚ideale‘ Lehre würde die Unterschiedlichkeit der möglichen Zugänge zum Schreiben insofern berücksichtigen, als dass verschiedene Strategien und Übungen im Seminar vorgestellt und praktisch erprobt würden. Nur wer Schreibübungen wie das Freewriting kennen gelernt (und zu verchiedenen Anlässen selbst ausprobiert) hat, kann merken, ob sich diese Technik als ergiebig und ‚zielführend‘ erweist – und sie dementsprechend auch für die eigene Schreib- und Denkarbeit einsetzen.
  • auf nachhaltiges Echo stießen bei den anwesenden KollegInnen auch die Übungen zu verschiedenen akademischen Argumentationsmustern – ein Thema, bei dem die meisten Lehrenden großen Nachholbedarf auf Seiten der Studierenden sehen. Dass eine überzeugende und stichhaltige Argumentation nicht einfach zufällig ‚passiert‘, sondern vom Schreibenden in seinem/ihrem Text erst hergestellt werden muss, überrascht viele SchreibanfängerInnen, weil sie aus der Schule und anderen Lernumgebungen gewohnt sind, Texte mehr auf deren Inhalt und weniger auf deren rhetorisch-argumentative Struktur hin zu lesen – und nun an der Universität gefordert sind, überzeugende Argumentationsmuster zu imitieren und eben auch selbst zu produzieren. Wie die tradierte Dreierstruktur These – Argument – Beispiel in heutigen Seminaren und den daraus entstehenden Texten mit Leben erfüllt werden kann, welche verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten von Argumenten denkbar sind, wieso man eine Schlussfolgerung auch einmal zur These machen kann, sind für einen großen Teil der Studierenden wichtige Fragen, wenn es darum geht, den (impliziten) Anforderungen an ‚gute‘ wissenschaftliche Texte Genüge zu tun.

 

  • immer wieder verblüffend ist für viele Lehrende unsere Erfahrung, dass Studierende (AnfängerInnen wie Fortgeschrittene) bereits mit kleineren und ‚typisch universitären‘ Textsorten wie der Mitschrift oder dem Exzerpt Schwierigkeiten haben können. Wenn jedoch beim Umgang mit Gehörtem oder Gelesenem bereits Probleme auftreten, fallen auch die weiteren Schritte beim versierten Umgang mit verschiedenen Informationsquellen und letztlich auch die Produktion eigener akademischer Texte schwer. Fragen, die Studierende immer wieder in unseren Veranstaltungen zum wissenschaftlichen Schreiben stellen, lauten: Wie komme ich vom gelesenen Forschungstext zur eigenen Aussage? Darf ich so etwas wie eine eigene Meinung haben? Wie kann ich mich sprachlich vom Original lösen? Wieviel Forschungsliteratur soll ich überhaupt zitieren? Wie soll ich das Wichtige mitschreiben, wenn ich nicht weiß, was wichtig ist?

Als Handreichung zum Thema Mitschrift dient hier ein Beitrag von Angelika Steets: „Die Mitschrift als universitäre Textart – schwieriger als gedacht, wichtiger als vermutet“, in: Ehlich, Konrad und Steets, Angelika (Hrsg.) (2003): Wissenschaftlich schreiben – lehren und lernen. Berlin, New York: Gruyter, S. 51-64.

Erfreulich gut funktioniert bis jetzt unser Konzept, die vorgestellten Übungen und Methoden ‚in situ‘ mit den anwesenden Kolleginnen und Kollegen auszuprobieren – auch wenn dies für einige eine arge Unterforderung darstellen muss (Stichwort Argumentationsmuster und PhilosophInnen, Eulen und Athen). Da wir jedoch die Bezeichnung Workshop ernst nehmen und davon überzeugt sind, dass man Methoden am besten kennen lernt, wenn man sie am eigenen Leib ausprobiert hat, werden wir auch in Zukunft unsere Schreibübungen praktisch vermitteln anstatt sie nur theoretisch vorzustellen. Insofern verstehen wir das Lehrlabor auch als einen Ort, an dem man gleichzeitig Lehrender und Lernender sein darf – selten genug gibt es an deutschen Universitäten Gelegenheiten, bei denen man sich fächerübergreifend über gute Lehre und verschiedene Methoden austauschen kann. Anregungen und Kritik zu unserer Workshopreihe nehmen wir jederzeit gerne auf den bekannten Kanälen entgegen.

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