Die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten – Feedback der Studierenden

29 Mrz

von Stephanie Dreyfürst

Bei der dritten bundesweiten „Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ kamen in der Nacht vom 1. auf den 2. März ca. 80 Studierende in das Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften (BZG) am Campus Westend in Frankfurt. Aufgrund der Erfahrungen aus der letzten „Langen Nacht“ gab es dieses Mal mehr Platz zum Schreiben (auf vier Stockwerken) und einen extra Raum für die zahlreichen individuellen Schreibberatungen. Dank der regen Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen vom Schreibzentrum, vom Internationalen Studienzentrum und vom Projekt „Zwischen den Sprachen“ musste niemand lange anstehen, um seine Fragen zu seinem Projekt stellen zu können.

Eine Neuerung bestand dieses Mal in der Twitterwall, auf der sich die Studierenden, aber v.a. auch die teilnehmenden Schreibzentren miteinander vernetzen konnten. Dreizehn deutsche und zwei us-amerikanische Schreibzentren boten Schreibwilligen die Möglichkeit, ihre diversen Projekte abzuschließen oder zumindest ein gutes Stück weiterzubringen. Unter dem hashtag #LNDAH vermeldeten die Standorte nicht nur ihre Teilnehmerzahlen, sie kündigten auch spezielle Workshops zum Bibliographieren oder Zitieren an, machten aufmerksam auf so genanntes ‚Schreibtischyoga‘ (zur Entspannung) und halfen sich gegenseitig bei kleineren und größeren Problemen rund ums Thema Schreiben (Wie füge ich noch einmal Seitenzahlen in Word ein?).

Einige Stimmen aus den zahlreich ausgefüllten Evaluationsbögen spiegeln die entspannte und produktive Stimmung der Nacht wider:

Was hat Sie zur Teilnahme an der „Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ bewegt?

  • Eine aufgeschobene Hausarbeit zur Philosophie aus dem Sommersemester 2011
  • anstehende Hauptseminarsarbeit, ich kann nachts und in der Bibliothek am besten arbeiten
  • Die Hoffnung, unter „Gruppenzwang“ vielleicht besser schreiben zu können
  • Verzweiflung
  • …dass ich mit meinen Hausarbeiten in Verzug bin und in der Bibliothek besser arbeiten kann als zu Hause (nicht so viel Ablenkung)
  • außerdem bietet diese Nacht die Möglichkeit, mit „Leidensgenossen“ in Kontakt zu treten & sich gegenseitig Tipps zu geben & einfach auch auszutauschen
  • Schreibberater
  • Wunsch unter Gruppenzwang motiviert zu arbeiten
  • Ich habe Angst vor dem weißen Blatt
  • … dass Menschen da sind, die einem mit Informationen & Tipps helfen können!
  • ich arbeite gern nachts. In der Bib herrscht ein sehr gutes Lernklima

Wie sehen Ihre bisherigen Erfahrungen mit (ausfgeschobenen) Hausarbeiten aus?

  • Dies ist meine erste aufgeschobene Hausarbeit, da bislang fast alle anderen Hausarbeiten eine knapp bemessene Abgabefrist hatten
  • habe bisher zwei Hausarbeiten geschrieben, beide auf den letzten Drücker fertiggestellt, konnte sie nicht verschieben, aber dadurch enormer Stressfaktor
  • mangelnde Motivation —> Zeitdruck
  • da gibt es schon die eine oder andere Erfahrung …
  • Ich habe sehr oft meine Hausarbeiten aufgeschoben & dann mit hohem zeitlichen Druck fertig gestellt. Es war oft ein Kampf, aber am Ende nach der großen Anstrengung erleichternd, etwas abgegeben zu haben. Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, Hausarbeiten nicht abgegeben zu haben, weil ich nicht weitergekommen bin. Damals hätte ich es als sehr hilfreich empfunden, eine Anlaufstelle zu haben, sei es in einer solchen Nacht oder dem Schreibzentrum. Ich finde es wirklich toll, dass immer mehr in Bezug auf die Schreibkompetenz getan wird & der Stein ins Rollen kommt. Vielen Dank dafür!
  • mangelnde Motivation —> Zeitdruck —> Qualität leidet
  • sehr viele Erfahrungen :-(
  • Ich mache oft etwas auf den letzten Drücker, aber meistens klappt es dann auch, aber es ist dann immer sehr viel emotionaler Stress, weil man es ja immer im Hinterkopf hat
  • habe ich bisher keine
  • zu oft. Aber unter Druck arbeitet es sich auch effizienter
  • die meisten sind irgendwann versandet und wurden nie fertiggestellt
  • Ich habe keine anderen Erfahrungen
  • Meine Erfahrung damit ist, dass wenn man sie aufgeschoben hat, kann man sie vergessen, es wird daraus nie eine gute Arbeit

Wie haben Sie die Veranstaltung erlebt und welche Eindrücke nehmen Sie daraus mit?

  • Es ist eine prima Idee und ich werde gerne wieder teilnehmen – allerdings habe ich zu viel Kaffee zu mir genommen und eine geraume Zeit lang überdreht
  • äußerst positiv, angenehme Atmosphäre
  • interessante Erfahrung, echt toll, dass es solche Angebote und engagierte Menschen gibt. Wirklich gut, danke!
  • super Veranstaltung, an der ich jederzeit wieder teilnehmen würde
  • beim letzten Mal war der Pausenraum besser, weil es Sitzmöglichkeiten gab
  • es wäre schön, wenn es öfter solche Veranstaltungen gäbe, die ein entspannteres Umgehen mit dem Schreiben ermöglichen
  • Das Wissen, dass jemand vor Ort ist, der bei Bedarf helfen könnte, ist gut
  • Schöne, freundliche Atmosphäre!
  • Nette Leute kennengelernt/Erfahrungen/Meinungen ausgetauscht
  • der Gruppendruck tut gut
  • Fand’s gut. Aber die Bib (oder ein Arbeitsraum mit Kaffeeautomat) könnte immer bis 23 Uhr aufhaben. Um 3 Uhr reißt man auch nichts mehr…
  • Finde es sehr gut, dass man die Leute fragen kann …Alle waren sehr nett und ich komme nächstes Jahr wieder. Viel geschafft habe ich auch
  • Positiv, da ich tatkräftig beraten wurde, zum arbeiten kam und es zudem Getränke und ‚Snacks‘ gab :-)
  • Super Sache! Gerne wieder. Arbeiten in ruhiger, produktiver Atmosphäre mit kompetenter Unterstützung
  • Ich fand die Veranstaltung sehr angenehm und fand auch die Versorgung sehr aufmerksam. Habe (leider) keine Hilfe in Anspruch nehmen müssen, aber bin trotzdem von dem Konzept begeistert
  • Sehr ruhiges, sehr konzentriertes Arbeiten, sehr rücksichtsvolle Mitleidende
  • Entspanntes Arbeiten, wie es nur in einer Bibliothek möglich ist
  • Sehr angenehme Schreibatmosphäre. Sollte es viel öfter geben
  • sehr nette und hilfsbereite Schreibberatung
  • Ich denke, die Dozenten und Profs sollten öfters solche Veranstaltungen erwähnen
  • die Veranstaltung war gut organisiert, gegenseitiges „Befeuern“ bei Twitter motivierte & weckte Ehrgeiz, weiter zu schreiben
  • man fühlt sich nicht mehr allein, obwohl man allein an seiner Hausarbeit rumwerkelt
  • Jeder hat ja ab und zu Probleme mit Texten, es ist gut, wenn so etwas offen an der Uni thematisiert wird und also auch einmal an der Uni Probleme im Studium gezeigt werden, die doch sonst meist nur auf Karriere und die besten Karrieremöglichkeiten aufmerksam macht
  • Die individuelle Schreibberatung ist ein riesiges Geschenk!

Bei so viel positivem Feedback bleibt als Fazit nur zu bemerken, dass auch alle beteiligten SchreibberaterInnen sehr viel Freude an der Langen Nacht hatten (die im Übrigen bis 5:30 Uhr dauerte) und sich auf die nächste freuen!

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